START IN WOLGAST

von Rainer Rafalsky am 13.07.2020 / in Allgemein

Nu geit dat los. Sonntag  12.Juli geht es los heisst es auf deutsch, fall ihr Platt nicht versteht. Nun bin ich Rentner früher als geplant. Und zwar 1,359360 Minuten eher, das sind ca.2,2 cent pro Minute. Ein guter Tausch. Und wie es sich für eine echte Seereise gehört gab es gleich hohen Besuch an Bord. Der harte Kern des Männerchores Angermünde hat den Weg nicht gescheut, hat uns mit Fischbrötchen, Bier und Musik erfreut. Drei kraftvolle Männerstimmen mit Gitarre, Akkordeon und Minischlagzeug sangen Lieder von Fernweh und Abenteuer, welch ein schöner Beginn der Reise.

Na und wie es sich gehört haben sie auch beim Ablegen gesungen. Und ich habe versucht das Vorsegel zu setzen, war wohl etwas zu schnell und die Leinen waren noch nicht klar, so flatterte das Biest reichlich im Wind. So ist  das Leben, der gute Eindruck vermasselt. Dafür ist die  Stimmung an Bord besser.

Wir landen erstmal in Freest. FREEST ZUM ZWEITEN. Unten kommen dann noch paar Bilder rein und ihr versteht warum Freest ein Muss ist. Neben den Anmerkungen im Kommentar mit guten Anregungen ist der Küstenwanderweg nach Spandowerhagen zu empfehlen und unbedingt das Heimatmuseum. Das besondere sind die Freester Teppiche. 1928 gab es ein dreijähriges Fischfangverbot und die Menschen in Pommern mussten sich nach anderen Einnahmemöglichkeiten umsehe. Da Fischer die kleine Knoten der Fischernetze hinkriegen, dachte man sich das sie dann auch Teppichknoten machen können. So sind wunderschöne kleine Kunstwerke entstanden mit besonderen von der hiesigen Lebenswelt beeinflussten Motiven.

Wie gut das das Schiff voll Proviant ist. Der örtliche Edeka Minisupermarkt existiert nicht mehr. So sitzen wir bei Bier, Fisch und W-Lan in der Fischerstube. Morgen gehts weiter bei sanftem Südwind weiter über den Greiswalder Bodden Richtung Stralsund.

 

 

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