Stralsund, Zentrum des schönsten Revieres

am 20.07.2020 / in Allgemein

Stralsund ist das Ziel unserer nächsten Etappe, hier im Revier streite sich eine Perle nach der anderen darum, wer denn nun die schönste sei. Ich habe meinen Bruder an Bord, da er leider an Parkinson erkrankt ist passen wir unseren Törn entsprechend seiner momentanen Verfassung an. Es ist für mich eine Herausforderung, mich auf die Realitäten und Bedürfnisse anzupassen. So bleibt wenig Zeit für den Blog und die Internetverbindung ist leider auch oft ungenügend.

Von Freest aus geht es über den Greifswalder Bodden mit anfangs halben- später Rückenwind in den Staelasund hinein. Meine Seekarte vom Greifswalder Bodden ist schon ziemlich ramponiert, Ich bin die letzten Jahre doch hier viel oft gewesen und kenne alle schönen Ecken. Also heute nur pberqueren. Bei gemütlichem Wind wird es eine gemütliche Fahrt. Der Autopilot ist eingeschaltet, ein Segel links, das andere rechts, Schmetterling nennt das der Segler, nix zu tun an Bord. Drei Stunden lang. Wir dösen, ich hole mein Akkordeon raus, Dieter seine Gitarre, wir singen und snaken und wir schnippeln Gemüse, es gibt eine marokkanische Hirsepfanne zum Abend. Lauch Möhren Zwiebeln und getr. Aprikosen werden in geeignete Grösse gebracht und warten darauf in die Pfanne zu dürfen. Entscheidend ist nachher die Gewürzmischung mit Zimt, Chili und Kardamon. Zwischendurch können wir immer wieder reichlich Natur geniessen. 

Um 1600 Uhr erreichen wir Stahlbrode, ein kleiner Hafen direkt am Fähranleger. Leichter Niesel macht uns die Entscheidung leicht dort festzumachen. Das Hafenhandbuch lobt den Hafen, wir nicht. Wasser und Strom gibt es (noch)nicht. Duschen auch nicht, nur ein Klo ist gegen Gebühr zu benutzen. DIe Hafenmeisterin freut sich nicht über Gäste. damit ist alles gesagt. Neben uns legt eine Sirius an, eine schicke Deckssalonyacht aus Kiel. Der Skipper lädt uns ein doch um 18.00 Delta Pappa 07 zu hören. Er hat aus nostalgischen Gründen ein Abbo auf den alten Küstenfunksender.  Wie zu alten Zeiten schallt aus dem UKW Funkgerät die Wetterduchsage. Mit der unverkennbaren Stimme von Käpitän Dietz dem privaten Betreiber. Oooooooost um vierrr , später fünnef, das ist alte Funkersprache damit man das wesentliche auch noch erhört wenn es im Lautsprecher kracht und zischt. 

Wir haben die Kuchenbude aufgezogen weil es regnet. Am nächsten Tag motoren wir weiter denn hier ist es zu langweilig. Gegen den Dauerregen geschützt, unter der Cockpitpersenning gekauert, gehts an vielen Tonnen vorbei nach Stralsund. Der Regen hat sich verzogen und wir finden wie immer am vollen Stadthafen einen Platz am Ende der Boxengasse direkt an der Mole. mit Stralsund gehts im nächsten Beitrag weiter. Fotos kommen später wg. Internichtnett.

This post was made at: 54°36.419N | 13°14.017E

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