Barhöft, das Sprungbrett zum Nationalpark

von Rainer Rafalsky am 21.07.2020 / in Allgemein

Barhöft ist ein schnuckelige kleine Hafen mit einem Fischer, einer Fischbude, einem kleinen Laden-Imbiss, einem Restaurant, einem Lotzenboot, einem Rettungsboot, einem Badestrand und einem Aussichtsturm. Der Hafen hat alles was man braucht und sogar guten Diesel kann man tanken. Fürs Schiff heißt guter Diesel, daß der Bioanteil bei 0 % liegt, somit kann bei diesem Treibstoff auch keine Dieselpest entstehen. Eigentlich lohnt hier ein längerer Aufenthalt. Von hier aus bin ich schon weiter Strecken an der Küste des Bodens entlang gewandert.

Aber unsere Crew wird erweitert, Helena, Dieters Tochter kommt an Bord. bei sanften Wind segeln wir nun los Richtung Zingst. Vorbei an der  Vogelschutzinsel „Bock“ geht es durch die schmale Zarrenrinne in die Grabow, dicht am Schilf geht es vorbei, wir hören das Rauschen des Windes im Wald, beobachten Vögel die im kleinen Formationen für den große Flug trainieren, ein Schar von 100 Schwänen begegnet uns. Die kleine Dörfer mit ihren tiefgezogenen Dächern am Ufer wirken richtig idyllisch. Die ganze Landschaft lädt zum Relaxen, Wandern oder Fahrradfahren ein.

Wir segeln bis in die Kleine Wieck, einem Minibodden kurz vor Zingst.  Dort ankern wir direkt an der Grenze zu Schutzzone I,  die in der Seekarte mit roten Linien gekennzeichnet ist. 

Ankern heißt baden gehen, das Wasser im Bodden ist deutlich wärmer, ich schätze mal 20°. Der Grill wird eingeheizt, ich habe einen Cobbgrill an Bord der sehr vielseitig ist. Heute soll der Pizzastein ausprobiert werden. Aus Dinkelmehl wird ein Teig zubereitet und  mit Tomaten, Salami, Zucchini, die findet sich auch noch in einer Ecke des Kühlkasten, belegt. Dann noch Käse drauf und ab in den Ofen. Nur zu diesem Schritt lässt sich die Pizza nicht überreden. Sie klebt quasi auf ihrem Holzbrett und so wird aus der ganzen Aktion statt einer schönen runden Pizza ein Klumpen Teig, gespickt mit den schönen Zutaten. Der Stein ist heiß, Deckel auf den Ofen und warten, nach nur 10 Minuten brutzelt es gewaltig, der Pizzaklumpen ist fertig und der Pizzastein schwarz von eingebrannten Tomatensaft. Die nächste Stücke werden kleiner und immer besser. Drei Handteller große Minipizzen sind am besten zu händeln. Auch würden deutlich weniger Briketts ausreichen. Richtig schön krosse Pizzaböden überzeugen die Mannschaft von dem tollen Ofen. Wir verzehren neun Minipizzen und einen Pizzaklumpen. 

Segeln macht müde, ein Fender wird als Ankersignal gehisst meine alte Petroleumlampe  als Ankerlicht hochgezogen wir geniessen den Sonnenuntergang, der liebe Gott macht das Licht aus. Helena baut sich ihr Bett unterm Sternenhimmel im Cockpit. Gute Nacht.

 

4 Kommentare

  • Cordula says:

    Ohhhh…. genießt jeden Tag….
    Ich bin im Büro bei einem Lärmpegel von 70 dB, einer Luftfeuchte von 27 % und einer Innentemperatur von 28°C

    Lieber Rainer: bringe mir bitte eine Brise Seeluft mit
    lG von Cordula

  • Ute Lindenthal says:

    Lieber Rainer, wie schön, dich hier begleiten zu können. Es fühlt sich richtig gut an und ich kann die frische Brise förmlich spüren. Lese gerne deine Berichte!

  • Lars Leonhardt says:

    Lieber Rainer,

    Grüsse aus Angermünde!
    Schreib mal wieder etwas!
    Bin ganz gespannt auf Deine Berichte.
    Waren gerade ein paar Tage auf dem Darss in Arenshoop.
    Da habe ich gedacht, wo segelt oder ankert er wohl gerade.
    Aber Du bist sicher schon weiter westwärts?

  • Hj Gerdes says:

    Hi Rainer , segelst du noch ab 1.10. , da hab ich überraschend Zeit ! Oder letzte September Woche ?
    Hans-Jörg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.