Stralsund Versorgungshafen

von Rainer Rafalsky am 21.07.2020 / in Allgemein

In Stralsund bleiben wir zwei Tage. Der ausgesprochen nette Hafenmeister hilft uns das Boot ganz in die Ecke zu quetschen, damit noch ne schicke Motorjacht an der Mole Platz hat. An unserer Backbordseite liegt ein wirklich schicker Klassiker, gerade aus Dänemark importiert. Ein 9 Meter langer Spitzgatter. Am späten Nachmittag kommt die frische gebackene Eignerin um mit einer Freundin noch einen kleinen Abenttörn zu unternehmen. Angesicht der etwas zugeparkten Situation und der wenigen Erfahrung mit diesem Schiff wird schnell noch eine dritte Kräftin herbei telefoniert und mit vereinte Kräften und dem Einsatz mehrerer Fender befreien wir das schöne Boot aus seiner engen Lücke. Das Boot lässt sich noch schlechter manövrieren als meine Albin Vega. 

Stralsund ist Versorgungshafen, so heisst es Vorräte ergänzen und die technische Ausrüstung verkomplettieren: Spiritus, Nagelschere und Feile, Seitenschneider, Kaffetasse. Dann können wir den Flair der alten Hansestadt geniessen. Nur die alte Stellwagen Orgel  in der Marienkirche bleibt mir verwehrt. Mein Organistenkollege scheint gerade in Urlaub zu sein. Dieter entert die Gorch Fock II die hier als Museumsschiff im Hafen liegt. Und ich verlege mit Hilfe des neu erworbene Seitenschneiders meinen Echolotgeber auf neuen Wege mit kürzerer Leitung.

Freitag Morgen. Wir verlassen Stralsund und segeln auf dänische Art nach Norden.

Dänisch kreuzen ist angesagt. Wir lassen es wegen meines Bruders ruhiger angehen. Eigentlich kann man durch den Strelasund kreuzen. Der ist schließlich breit genug. Das tun wir auch. Allerdings kommt statt des Großsegels der Diesel zum Einsatz und somit ist es gemütlicher. Und Hurra, das Echolot funktioniert wieder. Es zeigt wirklich ernstzunehmende Zahlen an. Mein Vertrauen in dieses Gerät wächst. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.